love story


Sie hörte ein dumpfes Pochen im Kopf, eine gesunde Mischung aus Kopfschmerzen und Herzklopfen. 
Mit der rechten Hand versuchte sie das Bettlaken, das auch schon mal weißer war, zurück ins Sofa zu stecken. Mit der anderen umklammerte sie seinen Nacken. 
Die kleine Couch hatte abgerundete Armlehnen, die einem das Liegen erleichterten und war überzogen mit einem Blumenmuster. Hübschhässlich. 
Nachdem ihr der Versuch, ihr Lager wieder zurecht zu zupfen, missglückte,  ließ sie ihren rechten Arm in Richtung Gesicht gleiten. Dort wurde sie schon sehnsüchtig erwartet. Noch bevor sie am Ziel angelagt war, spürte sie eine feuchte Wärme am Zeigefinger. Dicht gefolgt von einem kurzen Schmerz. 

Autsch - ich beiß zurück, dass müsstest du doch eigentlich wissen !“

Anstatt ihr zu antworten, lachte Ramon nur. Ein warmes, kurzes Lachen und drückte sie noch näher an sich ran. 

Es war ihr noch immer ein Rätsel, dass sie jemanden gefunden hatte, der sie verstand. Und noch mehr, der sie akzeptierte. Ramon war einfach perfekt. Natürlich .. die altbekannte Rosarote-Brille mag an ihren Gefühlen eine Mitschuld tragen, aber im Großen und Ganzen war sie sich doch sicher. Sicher, dass er der Richtige war. 

Als sie sich langsam aus seinen Armen zu lösen versuchte, packte er sie an den Handgelenken und stieß sie mit einer ruckartigen Bewegung ein Stück nach hinten, um sie gleich danach wieder an sich heran zu ziehen. 

„ Hey, wo solls hingehen Baby ?“ 
  „ Ich wollte mir nur kurz was zu trinken holen …“

Man, wenn er sie so ansah, konnte Asja einfach nicht anders, ihr Gehirn machte ihr einen Strich durch jede Rechnung. Es war fast so, als könnte er  ihre Reize steuern. Und - shit, wenn er geil war, brannten ihre Synapsen durch. 

„ Na, na, na … der Rest Wein kann ja wohl noch etwas warten, ist doch eh schon warm gestanden“
  „ Und du kannst nicht warten, nehme ich an ?“ 

Ihre Augen fingen an zu glitzern, ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem leichten Lächeln, welches sie mit aller Macht versuchte zu unterdrücken. Vergeblich. Es wird wohl einen Grund gehabt haben, dass sie schon beim Schultheater nur Souffleuse war und nicht auf der Bühne ihr Unwesen trieb.
Der raue Unterton in ihrer Stimme vervollständigte das transparente Bild, welches sie Ramon bot. 

„ Ganz Recht !“ Die letzte Silbe wurde von der ruckartigen Bewegung mitgerissen, mit welcher er Asja zurück auf’s Sofa schmiss. Der Aufprall ließ die Federung in Schwingung geraten und sorgte dafür, dass das Laken nun endgültig aus seiner einstigen Position rutschte. 
Es folgten Minuten von sanften Küssen, die nach und nach zu einer feuchten Wärme wurden. Zungen und Körper vereinigten sich und wurden zu einem geordneten Durcheinander. 

So war es ihr am Liebsten. Sie hatte schon immer eine Schwäche für das Chaos.



Hope you enjoy.

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